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Rueda - der Ursprung der Verdejo-Traube

Rueda ist ein Weinbaugebiet in Spanien. Es liegt in Kastilien zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und Toro und reicht im Norden bis zum Duero. Drei Elemente bestimmen den Charakter von Rueda: Die Verdejo-Traube (die aus der Region stammt), das kontinentale Klima und die kiesige Erde. Die Verdejo-Traube ist seit vielen Jahrhunderten in der D.O. Rueda beheimatet. Ihr Ursprung, glaubt man, geht auf das 6. Jahrhundert zurück, auch wenn es keine schriftlichen Belege dafür gibt.

Rueda ist sehr bekannt für seinen aussergewöhlichen Weisswein. Die Hauptrebsorte ist Verdejo mit 5380 ha. In der D.O. zugelassen sind die Trauben Verdejo, Viura (oder Macabeo), Sauvignon Blanc und Palomino.


Im Jahr 2002 wurden 150.300 hl Wein erzeugt, fast ein Fünftel davon wurde bereits exportiert (mit Tendenz stark ansteigend).

Das Gebiet Rueda hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Als Valladolid noch Landeshauptstadt war, waren die Weine aus Rueda bei den dort ansässigen Adelsfamilien sehr gefragt. Durch den Befall mit der Reblaus wurden die Weinberge völlig zerstört. Beim Wiederaufbau waren die Winzer versucht, ertragreiche Sorten zu pflanzen, und die Wahl fiel auf die Sorte Palomino. Die hergestellten Weine waren von bescheidener Qualität. Beste Ergebnisse erzielte man mit aufgespritzten Weinen im Typus eines Sherry. International sind diese Weine jedoch nie beachtet worden.

Die neue Geschichtsschreibung beginnt in den 1970er Jahren, als der bekannte Weinerzeuger Marqués de Riscal (aus Rioja) ein Gebiet für den Anbau von Weißweinen mit hohen Qualitätsanforderungen suchte. Das Weingut hatte bereits lange Zeit vorher beschlossen, in Rioja keine Weißweine mehr anzubauen, da die angestrebte Qualität dort nicht erreicht werden konnte. Die Önologen von Riscal wurden in Rueda auf Anraten des bekannten Émile Peynaud auf die Rebsorte Verdejo aufmerksam und erkannten das gewaltige Potential dieser Traube bei modernem Weinanbau. Durch neue Techniken wie dem schnellen Transport der Trauben zum Keller sowie dem Pressen der Trauben unter einem Schutzgaspolster konnte die überragende Frische des Mosts konserviert werden. Der Erfolg des neuen Weintyps hat das Gesicht der Region völlig verändert. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Rebsorte mit großem Abstand zur meistangebauten Sorte in Rueda.

Die Weinberge liegen in einer Hügellandschaft in einer Höhe von 600 bis 800 Meter. Die besseren Lagen befinden sich im Allgemeinen näher zum Duero. Die typischen stark kieshaltigen Böden lassen nur geringe Erträge zu, bringen aber starke mineralische Töne in den Wein.

Im Rahmen einer Neuregelung des Begriffs Cava verlor Rueda das Recht auf den Anbau dieses Schaumweins. Es gibt daher eine neue D.O. Rueda Espumoso, die Schaumwein aus mindestens 85 % Verdejo herstellt und damit einen neuen Weg geht. Mittlerweile werden auch Versuche mit Rotweinen und Roséweinen gemacht.

Seit 2013 gehört das Weinanbaugebiet Rueda mit seinen insgesamt 54 Weingütern und 74 Gemeinden zum Verband der Spanischen Weinrouten Acevin.

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(Textquelle by wikipedia.com)

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